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Astrobiologie aktuell

Sind oder waren Lebewesen am Werk?

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Methan in der Atmosphäre von Mars

Organische Moleküle im Boden

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Der Rover Curiosity, gegenwärtig im Gale-Krater auf Mars unterwegs,  konnte nicht nur bestätigen, dass es in der Atmosphäre des Planeten Mars Methan gibt, das fahrende Labor fand im Marsboden auch Spuren von  organischen Molekülen.

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Auch wenn diese beiden Funde keinesfalls als Beweis für Lebewesen heute oder in der Vergangenheit angesehen werden können, nähren sie doch die Hoffnung, auf unserem Nachbarn könnten einst Organismen gelebt haben. 

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Die organischen Moleküle hat der Rover in Sedimentgesteinen, die in längst ausgetrockneten Seen entstanden sind.  Vor Milliarden von Jahren wurde dort Schlick abgelagert, der nun von Curiosity angebohrt worden ist. Die Konzentration der organischen Moleküle liegt im Bereich von 10 ppm und ist damit ca 100-mal höher, als bisher auf dem Mars gemessen und dies nur gerade wenige Zentimeter unter der Oberfläche.

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Der Nachweis von Methan bestätigt alte Messungen  mit Teleskopen auf der Erde und mittels Instrumenten an Bord der Raumsonde Mars Express. Schon 2003 entdeckten diese Instrumente Spuren von Methan und Formaldehyd. Da das Methan nur etwas über 300 Jahre und das Formaldehyd gar nur wenige Stunden in der Marsatmosphäre verbleiben können, ist schon damals angenommen worden, es müsse aktive Quellen dieser beiden Gase wirken. Nebst Vulkanismus, Kometeneinschlägen und einigen geologischen Prozessen, sind lebende Mikroorganismen die wichtigsten Kandidaten für die Produktion der Gase. 

Der Nachweis gelang mit der Sample Analysis at Mars (SAM) Instrumentenreihe. Dabei wurden die Proben auf gegen 500°C erhitzt. Bei diesen Temperaturen zerfallen die grösseren organischen Moleküle in kleine Einheiten, die verflüchtigen und danach nachgewiesen werden können. Grössere Moleküle sind mit dem Instrument nicht erfassbar.

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Zukünftige Missionen, wie der europäische ExoMars-Rover und NASA Rover Mars 2020 werden deutlich leistungsfähigere Bohrer  mitführen und tiefer in den Boden graben können.

Elektrisierend wirken die Mengenmessungen, die Curiosity vorgenommen hat. Diese zeigen nämlich über drei Marsjahre hinweg eine klare jahreszeitliche Veränderung. Im Sommer steigt die Methankonzentration an und fällt im Winter wieder. Schwierig durch abiotische Vorgänge zu erklären.

Keine eindeutigen Ergebnisse!

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Aber: 3 der 4 Experimente ergaben positive Ergebnisse. Es waren Experimente, welche nach Stoffwechsel-

vorgängen im Marsboden Ausschau hielten. Einzig der Nachweis von organischen Stoffen im Marsboden missglückte. Allerdings zeigte es sich später, dass das entsprechende Experiment auch in einer mageren irdischen Erde keine Kohlenstoffver-

bindungen gefunden hätte. 

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Leider sind die Experimente nie wiederholt worden. Schade, denn nun wissen wir ja, dass es diese Moleküle im Marsboden gibt …. 

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Viking lässt grüssen

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Wie war das doch 1976?? Erinnern wir uns! Damals landeten die beiden amerikanischen Sonden Viking 1 und 2 auf dem Roten Planeten. An Bord hatten sie ein Labor, ausgerüstet für den Nachweis von Lebewesen. Und was fanden sie?

Viking 2 auf der Oberfläche von Mars.

Landeort Utopia Planitia

Gilbert Levin, einer der damals verantwortlichen Wissenschaftler, der noch immer überzeugt ist, dass damals Leben auf Mars nachgewiesen worden ist, wird sich freuen!

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Vergleiche dazu meinen Artikel in ORION aus dem Jahre  2013

Download hier

Alle Abbildungen : NASA